Frühjahrsputz im Kleiderschrank und in der Wohnung – Kleidung und Bücher verschenken, aber richtig

Kleidung verschenkenLetztes Wochenende habe ich mal wieder gründlich meinen Kleiderschrank ausgemistet. Erstaunlich, wie hier der Bereich der Klamotten, die man doch nicht mehr anzieht und die ganz hinten im Schrank landen, immer weiter anwächst. Auch erstaunlich finde ich immer wieder das befreiende Gefühl, das ich dabei habe, wenn ich Kleidung oder auch ganz andere Dinge, die ich nicht mehr brauche, ausmiste. Als ob der Kleiderschrank bzw. meine Wohnung und ich uns dieselbe Lunge teilten… Mehr Ordnung und mehr Platz zum Durchatmen tut einfach gut, sowohl meiner Lunge als auch meinem Kopf.

Nun stellte sich die Frage:

Wohin mit all den Sachen?

Als erstes fällt Jedem sicher die Altkleidersammlung ein, von der es überall in der Stadt Container gibt, bei denen man seine Kleidung einfach einwerfen kann. Dabei ist mir jedoch in Erinnerung geblieben, dass dies wohl gar keine sooo gute Idee ist. Warum? Weil die Kleidung nicht wie man vermuten könnte, armen Menschen geschenkt wird, sondern ein riesiges Geschäft daraus gemacht wird, unsere verschenkte Kleidung zu verkaufen! Auf Utopia.de habe ich hierzu einen Bericht gefunden. Es wird geschrieben, dass die meisten Klamotten in Deutschland oder im Ausland in Second Hand Läden oder auf afrikanischen und südamerikanischen Flohmärkten verkauft werden. Zitiert wird weiter aus einem Artikel der Zeit aus dem Jahr 2011 (der Artikel ist leider nicht mehr aufrufbar). Hier wird berichtet, dass 80.000 Menschen aufgrund unserer Spenden ihren Job in der Textilbranche verloren haben, da sie nicht so günstig neue Kleidung produzieren können, wie unsere Kleidung verkauft wird. Nur 15% der Kleider, die nicht mehr zu gebrauchen sind, werden recycelt und zu Putzlappen und anderen Dingen gemacht.
Nun, das Ganze ist wohl wirklich nicht der Sinn und Zweck einer Kleiderspende wie ich finde…

Folgende Alternativen werden empfohlen:

  • Die Kleidung selbst direkt bei Kleiderkammern abgeben
  • Die Kleidung an eine andere soziale Einrichtung spenden
  • Die Kleidung in Sozialkaufhäusern abgeben
  • Die Kleidung im nächsten Oxfam-Laden verkaufen

Für genaue Infos schaue Dir bitte den Bericht auf Utopia.de an. Hier findest Du auch weiterführende Links.

Da ich so viele Klamotten hatte, habe ich mich persönlich für die Otto-Kleiderspende entschieden. Hier kann ich meine Klamotten einfach in einer Kiste kostenlos in einem Hermes-Shop abgeben. Die Abwicklung funktionierte wirklich reibungslos und einfach. Die Kleidung wird bei Otto.de zwar weiterverkauft, aber es werden vom Gewinn zu 100% soziale und ökologische Projekte unterstützt.

Bücher verschenken

Bücher verschenken

Neben den Klamotten wollte ich auch unbedingt noch ein paar Bücher loswerden, die ich sowieso nicht mehr lesen werde und nur Staubflänger geworden sind und Platz für Neues versperren. Ich habe mich im Internet auf die Suche gemacht.

Das erste, das ich gefunden habe, war buchspende.org. Diese Organisation mit Sitz in Berlin nimmt alle unbeschädigten Bücher an. Das tolle daran ist, dass in der Organisation Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen zusammenarbeiten und somit durch eine Spende auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und erhalten werden. Als kleines Dankeschön erhält man für die Buchspende auch noch eine Spendenquittung. Einfach die ISBN der jeweiligen Bücher auf der Website eingeben, Beleg ausdrucken und dem Karton mit den Büchern beilegen und nach Berlin versenden. Ich finde das eine super Sache, da ich keine Lust hatte, meine Bücher irgendwo einzeln auf ebay oder auf Flohmärkten zu verscherbeln. Ich wollte meine Bücher weg haben – zwar schnell und einfach, aber auch noch etwas sinnvolles damit unterstützen.

Wer es lieber regionaler mag, der kann seine Bücher auch anderweitig einfach loswerden. In München können Bücher z.B. bei der Münchner Bücherkiste , im Oxfam Shop (nicht alle Genres), oder beim Schwabinger Bücherschrank abgegeben werden. Alternativ kannst Du Deine Bücher auch auf ebay einstellen und dort verschenken.

Ich hoffe, ich konnte Dir wieder ein paar Inspirationen geben :-)

Deine Masseurin Samira

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