Im Herzen barfuß…

Wellnessmassage_Munchen_barfussKennst Du es, eine Geschmacksexplosion im Mund zu haben? Genau dieses Gefühl hatte ich neulich an meinen Füßen, als ich nach dem Laufen bereits im Westpark meine Schuhe und Socken ausgezogen habe und an einem warmen Frühlingsmorgen barfuß zurück in mein Zuhause gegangen bin. Die Nervenenden hüpften zusammen mit dem Herzen bei dieser Sinnflut an Reizen, die sie sonst eher selten zu spüren bekommen. Von der Wiese auf Asphalt über Waldweg und Schotter bis zum alten netten Mann, der einen freundlich auf die Gefahr der Scherben aufmerksam macht. Man steht eindeutig im Mittelpunkt, wenn man sich einfach so und ohne jegliche Vorwarnung seines Schuhwerks entledigt. Das Grinsen meiner Füße übertrug sich auf mein Gesicht – besser kann ein Tag nicht starten.

In Gedanken sehe ich die Kinderschuhe im Schuhladen vor mir, die höchstens einem 18monatigem Kind passen könnten, jedoch so eine dicke Sohle haben, dass manch Erwachsener Probleme haben könnte, diese durchzudrücken. Wieso um alles in der Welt sollte ich meinem Kind so einen Klotz an die Füße hängen? Auf YouTube habe ich einmal ein Video von einer Katze gesehen (oh nein, nicht schon wieder Katzenvideos…), dessen Besitzer ihr kleine Schuhe angezogen hat. Getrennt von allen Sinnesreizen wusste die arme und verstörte Katze keinen Fuß mehr vor den anderen zu setzen – lustig ist was anderes.

Warum also tun wir das unseren Füßen an?

Wir wollen unsere Füße schützen, vor Kälte oder Hitze (je nachdem), vor Dreck und Dingen, an denen wir uns verletzen könnten – ok. Und darüber hinaus? Besonders Frauen quetschen ihre Füße in oft zu kleine Schuhe, die zudem noch hohe Absätze haben – ist sexy, das habe ich verstanden. Ja, auch ich hab Pumps. Aber jeden Tag tragen? Nein danke. Ich bekomme Blasen, meine Füße werden eingequetscht und verformt und ich habe nach kurzer Zeit das Bedürfnis, getragen werden zu müssen.

Da ich nebenbei lange Zeit Laufschuhe verkauft habe, ist mir die heiße Diskussion um das Thema Stabilität vs. Barfuß-Schuh immer noch im Kopf. Bis heute hat sich daran wohl kaum etwas verändert, denn immer noch sehe ich Menschen mit stabilen Monsterschuhen durch die Gegend laufen. Gut, manche haben sich ihre Füße im Laufe der Jahre schon so kaputt gemacht, dass sie gar nicht mehr anders können, als ihren Füßen die notwendige Stabilität zu bieten, die ihnen ihre Muskulatur der Füße nicht mehr bereithält. Ich entschließe mich dazu, meine Schuhe so oft es geht auszuziehen, um einmal mehr wieder den Untergrund zu spüren… Soll es über das Gehen hinausgehen nehme ich schon lange sehr leichte und flexible Laufschuhe. Hier geht es zu einem tollen Video von Strong & Flex TV mit vielen Infos über den richtigen Laufstil beim Barfuß-Laufen. Viel Spaß beim schauen :-)

Über die Füße hinaus – Der Weg ist das Ziel…

2011 bin ich meinen ersten Marathon in München gelaufen. Ja, den ganzen Marathon, sprich 42,195km. Der Marathon war für mich eine einmalige Aktion, frei nach dem Motto „Einmal im Leben einen Marathon“. Der Marathon an sich war zwar ein unglaublich tolles Erlebnis, aber danach war ich dennoch davon überzeugt, dass ich so etwas (sprich: Wettkampfsituationen) „nicht mehr brauche“. Lange Zeit bin ich, wenn auch teilweise täglich, nicht mehr als 5-7km gelaufen. Ohne Uhr, ohne Musik, nur der Westpark und ich. Zwischenzeitliche gesundheitliche Probleme zwangen mich zu mehreren Pausen. So hatte ich über 2 Jahre lang das Problem, nach jeder kleinsten körperlichen Belastung krank zu werden. Mein Weg führte mich schließlich zu der Erkenntnis, dass 80% des Immunsystems im Darm liegen. Ich hatte einen chronisch entzündeten Darm (und gehörte damit wohl zur Mehrheit) – da braucht man sich dann wohl über nichts mehr wundern. 2 Jahre lang habe ich experimentiert und ernährungs-/gesundheitstechnisch so ziemlich alles ausprobiert. Gefühlt bin ich nun endlich angekommen. Was mir geholfen hat klingt jetzt sehr komplex und unglaublich schwierig umzusetzen (das sagen mir zumindest immer wieder Menschen, denen ich begegne). Allerdings habe ich dies alles auch nicht von heute auf morgen umgesetzt. Es war ein Prozess, der heute Alltag geworden ist. Was habe ich alles gemacht?

  • Intermittierendes Fasten: Wann immer es geht esse ich ausschließlich zwischen 12Uhr und 18Uhr – Ich finde es erstaunlich, wie viel mehr Energie man hat, wenn man seinen Körper nicht den ganzen Tag mit Essen zustopft. Die Verdauung benötigt einfach unglaublich viel Energie. Außerdem hat der Körper so die Gelegenheit, sich viel besser zu entgiften.
  • Ich esse fast ausschließlich Bio-/Demeter-Produkte
  • Weitestgehender Verzicht auf Zucker und leere Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis…
  • Tierische Produkte: 
    • Bis auf 2-3 Mal pro Jahr verzichte ich komplett auf Fleisch
    • ab und zu esse ich Fisch, am liebsten Lachs
    • Milchprodukte vermeide ich, bis auf ab und zu einen Salat mit Ziegenkäse oder indischen Paneerkäse, komplett (Tipp: es gibt hammer leckeren Kokosjoghurt von „The Coconut Collaborative“ – ich könnte mich reinlegen)
    • Eier esse ich gefühlt max. 1Mal im Monat
  • Öle: Ich vermeide Öle mit hohem Omega6-Gehalt wie z.B. Sonnenblumenöl. Dafür verwende ich z.B. Olivenöl, Kokosöl, Leinöl oder Avocadoöl
  • Das gesamte Jahr 2018 habe ich bisher auf Alkohol verzichtet (einzige Ausnahme war die Hochzeit meiner Cousine in Thailand ;-) ) – Die Kunst ist, auch ohne Alkohol lustig zu sein und es ist einfach unbeschreiblich toll, am nächsten Tag keinen Kater zu haben :-)
  • Ich habe mir ein hochwertiges Wasseraufbereitungssystem gekauft – lecker! Man schmeckt einfach den Unterschied und ich möchte am liebsten nur noch ausschließlich dieses Wasser trinken :-) Da wir zu rund 2/3 aus Wasser bestehen ist es meiner Meinung nach fahrlässig, sich nicht mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.
  • Dazu kam noch mein heißgeliebter Bemer, der für eine optimale Durchblutung sorgt, der das Immunsystem stärkt, und durch den ich mich um einiges energiegeladener und wacher fühle
  • täglich Grüne Smoothies aus frischen Wildkräutern (z.B. Löwenzahn, Brennnesseln und Spitzwegerich) kombiniert mit präbiotischem Topinambur (damit die Darmbakterien auch was zu futtern haben), Ingwer, Zimt, Gerstengras, Weizengras, Tulsipulver, Sango Meereskoralle, Flohsamenschalenpulver und was mir sonst noch so tolles in die Finger fällt :-) – Der Geschmack ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber – man gewöhnt sich lustiger Weise tatsächlich an alles :-)
  • Nahrungsergänzung
    Nach vielen Recherchen, Vorträgen und Co. bin ich davon überzeugt, dass unsere Nahrung lange nicht mehr genügend Vitamine und Mineralstoffe enthalten, wie es eigentlich notwendig wäre, um ein gesundes Leben zu führen. Deshalb nehme ich fast täglich folgende Dinge zu mir:

    • Ich nehme einige Sachen, die u.a. enttzündungshemmend sind wie bspw. MSM, Kurkumin mit Piperin, Omega3…
    • weiter nehme ich Produkte, die freigewordene Schwermetalle binden, wie z.B. Zeolith und Chlorella
    • dann habe ich noch den organischen Schwefel für mich entdeckt, welcher hauptsächlich für ein gesundes Darmmilieu sorgt und im Darm eventuelle Parasiten beseitigt (mehr Infos bekommt ihr, wenn ihr nach Dr. Probst googelt – ich mache jedoch nicht die Kur, sondern nehme lediglich 2 Kapseln am Tag. Dazu nehme ich noch probiotische Darmbakterien)
    • dazu nehme ich zudem hochwertige Vitamine und Mineralstoffe, da ich davon überzeugt bin, dass in unserer heutigen Nahrung kaum noch Nährstoffe vorhanden sind
  • Gesundheit von Außen: Ich lasse nichts anderes mehr an Gesicht, Haare und Körper als meine Produkte von Relight Delight, da hier konsequent auf sämtliche toxische oder aggressive Stoffe / Füllstoffe verzichtet wird. Bei den Pflegeprodukten werden ausschließlich kaltgepresste Biowirköle verwendet – Nahrung für die Haut – so etwas habe ich bisher kein 2. Mal gesehen
  • Gesundheit – nicht nur für den Körper, sondern auch für Geist und Seele
    • wie kann man glücklich und gesund sein, wenn das soziale Umfeld nicht passt? Ich habe deshalb gerade in den letzten 3 Jahren sehr darauf geachtet, mit wem ich meine Zeit verbringe und wer mir tatsächlich gut tut. Einige Menschen durften gehen, neue sind gekommen :-)
    • Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Job! Seit ich mich selbständig gemacht habe, bin ich glücklicher und ausgeglichener als je zuvor. Das bestätigen mir auch immer wieder meine Freunde. Für mich ist dies ein wichtiger Punkt, um wirklich gesund sein zu können
    • Noch mehr gute Laune und innere Balance bringt mir mein fast tägliches Yoga und das Salsa/Bachata/Kizomba tanzen, welches ich nach einer längeren Pause wieder angefangen habe. Außerdem habe ich nach einer kleinen Verletzungspause endlich wieder mit dem Laufen anfangen können – und siehe da: Ich werde nicht mehr krank nach dem Laufen :-) Einfach ein tolles Gefühl :-)
    • Der ethische Aspekt: Dass ich auf Fleisch/tierische Produkte weitestgehend verzichte, hat nicht nur gesundheitliche Gründe. Ich finde, je mehr man sich damit auseinandersetzt, was alles passieren muss, damit man Nahrungsmittel xy auf seinem Teller hat, desto weniger kann ma es mit seinem Gewissen vereinbaren. Viele Menschen verdrängen dies. Sie wollen am liebsten gar nicht wissen, wie sehr Tiere in unserer heutigen Zeit leiden müssen, nur damit wir einen Liter Milch, ein Rührei oder ein Stück Fleisch auf dem Teller haben. Ich kann das nicht. Genauso wenig könnte ich einen Pelzmantel tragen. Ja, wo fängt man an und wo hört man auf. Es ist eine sehr schwierige Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Und ich kann und will hier mit Sicherheit niemanden verurteilen, denn auch ich bin bei weitem nicht perfekt (wer ist das schon bzw. was bedeutet das schon, perfekt zu sein?). Ich merke jedoch, wie ich mich rein moralisch einfach besser fühle, auf gewisse Dinge zu verzichten. Für mich stellen sie mittlerweile alles andere als einen Verzicht dar

Wer nähere Infos zu den genannten Punkten möchte, darf sich gerne bei mir melden :-)

Marathon 2.0?

Wie gesagt, das Projekt Marathon war für mich ein „Once-in-a-lifetime-Projekt“. Als ich allerdings neulich eine Kundin hatte, die gerade für den Berlin Marathon trainiert hat, hat es mich irgendwie gepackt. Und so habe ich mich 7 Jahre nach meinem ersten Marathon dazu entschieden, es noch einmal wissen zu wollen :-) Im April 2019 findet der Zürich Marathon statt, zu welchem ich mich vor kurzem angemeldet habe. Ich hoffe, dass ich die Zeit bis dahin verletzungsfrei überstehe :-)

Eine kleine Anmerkung: Ja, ich weiß, dass Marathon laufen nicht gerade etwas ist, was man (ich auch nicht) als gesund bezeichnen würde. Ich denke, alles was extrem ist, ist ungesund. Aber wo bleibt denn da der Spaß, wenn man zu 100% immer nur das macht, was „gesund“ ist ;-) Auch meine oben beschriebene für mich optimale Ernährungsweise stellt für mich eine gesunde Basis dar. Wenn Ich einmal bei Mama zum Geburtstag bin und es leckeren Kuchen gibt, dann lasse ich den natürlich nicht stehen ;-)

Vivobarefoots – Mein Selbstversuch :-)

Zurück zum Projekt Marathon: Als erstes mussten natürlich neue Laufschuhe her. Gerade ich, die früher im Laden den Menschen erzählt hat, dass alle 2 Jahre ein neuer Laufschuh her sollte, hatte meine Schuhe bestimmt mittlerweile seit 7 oder 8 Jahren… Nun, als eigentlich überzeugte Asics Läuferin wollte ich am liebsten wieder meinen geliebten Cumulus. Doch beim probieren merkte ich, dass mir das viel zu viel Schuh am Fuß ist. Meine Füße fühlen sich total steif und eingesperrt an. Nach langem hin und her habe ich mich für den Kinvara von Saucony entschieden und bin mega happy damit. Super komfortabel und trotzdem leicht und direkt.

Was mich allerdings nicht mehr in Ruhe gelassen hat, war tatsächlich das Thema barfuß laufen. Bereits letztes Jahr hatte ich mir für meine Bergtouren und für den Urlaub Luna-Sandals zugelegt. Besonders in den Bergen haben mich die Leute immer ganz ungläubig angeschaut, weil sie dachten, dass es sich hierbei um normale Flipflops handelte. Die Lunas gibt es allerdings mit super Grip und Fersenband, so dass man richtig guten Halt hat. Ich finde sie super bequem und möchte sie nicht mehr gegen meine geschlossenen Trekkingschuhe eintauschen.

Auch schon lange ein Begriff waren mir die Laufschuhe von Vivobarefoot. Als ich neulich wieder einmal deren Website besuchte, bestellte ich mir kurzerhand ein Paar Schuhe zum laufen und ein weiteres Paar mit mehr Grip für die Berge (und als geschlossene Alternative zu den Lunas) bzw. wenn es beim Laufen mal etwas glatter sein sollte. Und was soll ich sagen… Vom ersten Moment an war ich in meine Vivos verliebt. Es ist ein komplett anderes Laufgefühl.

Wichtige Info falls ihr es auch einmal ausprobieren wollt: Bitte denkt nicht, dass ihr euch einfach Barfußschuhe anziehen und damit eure gewohnte Strecke laufen könnt. Es ist sehr sehr wichtig, langsam damit zu beginnen und Euren Laufstil umzustellen. Am Anfang genügen ein paar hundert Meter, auch wenn die Versuchung da ist, gleich die gewohnte Runde zu laufen. Der Laufstil ist aufrechter, die Schritte kürzer und man sollte auf dem Vorfuß landen. Dies muss trainiert werden, da ansonsten Verletzungen drohen können. Am besten lasst Ihr Euch in einem entsprechenden Laufladen umfassend beraten oder gönnt Euch mal für kurze Zeit einen Lauftrainer.

Aktuell baue ich in meinen Trainingsplan immer wieder kürzere Läufe mit meinen neuen Vivos ein. Ich freue mich jedes Mal darauf. Ob ich allerdings den Marathon damit laufen werde, das glaube ich aktuell noch nicht. Aber es sind ja noch einige Monate hin, das Training wird es zeigen ;-)

Back to the roots…

heißt meine Philosophie, wie Du sicher gemerkt hast, nicht nur beim Laufen. Ich spüre mehr und mehr, wie ich mir meine kleine Insel in der Welt voller Wachstum und Konsum aufbaue. Eine Welt, in die ich auch meine Kunden immer wieder gerne eintauchen lasse. Eine Welt der Entschleunigung, der positiven Dinge, des gesunden und guten Essens, des harmonischen Miteinanders, der Philosophie und der Konzentration auf die wichtigen Dinge im Leben.

Danke an alle, die mich bisher inspiriert haben und noch inspirieren werden…

Hier geht es zu ein paar meiner Inspiratoren:


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