Interview mit einer Masseurin…

massage-muenchen-interview_neu2Nachdem ich schon ganz oft immer wieder ähnliche oder dieselben Fragen gestellt bekomme bzgl. mir und meiner Arbeit, dachte ich, dass es eine schöne Idee wäre, hier einmal die interessantesten Fragen und meine Antworten für alle niederzuschreiben. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei!

Was liebst Du an Deinem Job am Meisten?

Oh, da gibt es sehr vieles. Ich liebe es z.B. die Verwandlung miterleben zu dürfen, wenn ein Kunde angespannt und gestresst vom Alltag zu mir kommt und er mich nach der Massage mit einem glücklichen und entspannten Gesicht wieder verlässt. Man kann Menschen so viel geben. Das hautnah mitzuerleben und damit auch ein direktes Feedback für seine Arbeit zu bekommen, erlebt man nicht gerade in vielen Jobs.

Außerdem liebe ich es, mein eigener Boss zu sein. Keinen Chef mehr „im Nacken“ zu haben, der einem sagt, wie man die Website gestalten muss oder in welchen Wortlauten man Texte formuliert ist wirklich toll. Auch die Freiheit zu haben, mir meine Zeit selbst einzuteilen, empfinde ich als unglaublichen Luxus. Ich denke, Jeder der einmal selbständig und erfolgreich in dem war, was er gemacht hat, will nie wieder in ein Angestellten-Verhältnis zurück ;-)

Was ich auch sehr genieße ist, dass ich jetzt einfach so sein kann wie ich bin, und die Menschen finden das auch noch toll :-) Bei meinen Angestellten-Jobs musste ich leider die Erfahrung machen, dass man immer eine Art Rolle spielen muss. Damit kam ich überhaupt nicht klar. Ich durfte mir ständig Sätze anhören wie „Samira, Du bist viel zu nett“ oder „Das kannst Du so aber nicht schreiben, das musst Du noch positiver ausdrücken“… Das hat sich für mich immer schon falsch angefühlt. Heute bin ich wie ich bin, kein Schauspiel, einfach nur ich. Und es macht unglaublich glücklich, dass genau das die Menschen so toll finden :-)

Gibt es Körperstellen, die Du besonders gerne massierst?

Am allerschönsten finde ich es, den Kopf bzw. das Gesicht zu massieren. Ich finde, der Kopf ist einer der intimsten Bereiche am Körper. Wenn wir mit Freunden zusammen sind, dann umarmen wir diese vielleicht einmal. Am ehesten sind wohl Berührungen an den Armen oder am Rücken, vielleicht auch mal an den Oberschenkeln. Man streicht vielleicht auch noch über den Kopf. Aber Jemanden bewusst im Gesicht zu berühren, das ist meiner Meinung nach etwas sehr Besonderes. Das merke ich auch an meinen Kunden. Die meisten bei mir lieben es, den Kopf massiert zu bekommen. Und das Besondere: Nicht selten redet mein Gast sehr viel während der Massage. Sobald ich allerdings beim Kopf angekommen bin, breitet sich meditative Stille aus. Einfach nur schön.

Wie lange dauert bei Dir normalerweise eine Ganzkörpermassage bzw. was ist Deiner Meinung nach die beste Länge einer Ganzkörpermassage?

Eine Ganzkörpermassage kann man bei mir ab 1 Stunde buchen, wobei ich das schon sehr knapp finde. Meist lasse ich hier einen Teil (oft den Bauch) weg, da die Zeit einfach nicht reicht. Die Kunden, die zum ersten Mal bei mir sind oder auch noch nicht viel Massageerfahrung haben, buchen meistens 1 Stunde und erzählen mir nicht selten danach, dass es viel zu schnell vorbei ging. Die meisten meiner Kunden buchen 1 1/2 Stunden, wenn sie eine Ganzkörpermassage wollen.
Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich eine Ganzkörpermassage immer 1 1/2 oder 2 Stunden lang machen. Das ist einfach die beste Länge, um auch etwas Zeit zu haben, auf bestimmte Verspannungen gezielter eingehen zu können. Bei 1 Stunde bin ich meist froh, wenn ich überhaupt den ganzen Körper schaffe ;-)

Was war Deine bisher längste Massage?

Meine längste Massage ging über 3 Stunden. Und ich muss sagen, das ist auch wirklich meine Obergrenze. Danach weiß ich auf jeden Fall, was ich getan habe ;-)

3 Stunden Massage? Was macht man denn in 3 Stunden alles? Und ist das nicht super anstrengend?

Naja, ich massiere ca. 90min die Körperrückseite und ca. 90min  die Körpervorderseite ;-) Meistens gibt es auch die ein oder andere kurze Trink-/Toilettenpause. Anstrengend ist es schon, aber bei 3 Stunden mache ich ja keine sehr kräftige Sportmassage, sondern die Intensität spielt sich im Normalfall irgendwo bei mittelkräfig – sanfter ein. Das kann man dann schonmal machen :-)

Hattest Du schonmal Kunden, die Du eklig fandest und nicht massieren wolltest?

Also ich muss sagen, so eklig, dass ich ihn oder sie nicht massieren wollte, war bisher noch niemand. Ihr müsst bedenken, dass wir uns hier mit meinen Wellnessmassagen im Wellnessbereich befinden. Das bedeutet, dass die meisten Menschen frisch geduscht zu mir kommen. Die Menschen kommen zu mir um sich wohlzufühlen. Ich denke kaum, dass sich Jemand, der nicht gepflegt ist oder stark riecht zu mir zu Massage kommen würde. Unabhängig davon wasche ich jedem Kunden vor einer Ganzkörpermassage die Füße *gg*

Hast Du mehr Frauen oder mehr Männer als Kunden?

Ich muss sagen, dass das bei mir sehr ausgeglichen ist. Tendenziell habe ich vielleicht etwas mehr Männer. Zu Beginn sah das noch anders aus. Da hatte ich fast keine Frauen. Ich habe echt einige Zeit überlegt, woran das liegen könnte. Irgendwann habe ich dann Bilder von meinem Massageort auf meine Website gestellt und seit diesem Zeitpunkt haben sich viel mehr Frauen bei mir gemeldet. Echt interessant, wie ich finde. Frauen ist es wohl wichtiger zu sehen, wie es an dem Ort aussieht, wo sie zur Massage hingehen, als Männern ;-)

Massierst Du Frauen anders als Männer?

Nein. Prinzipiell ist der Ablauf immer gleich, wobei ich -egal ob Frau oder Mann- auf jeden Menschen individuell eingehe. Auch bei der Intensität gibt es kaum Unterschiede. Es gibt sowohl Frauen, die lieber eine kräftigere Massage möchten, als auch Männer. Und genauso gibt es auch Männer und Frauen, die die sanftere Variante bevorzugen. Der einzige Unterschied besteht vielleicht manchmal in der Auswahl des Öls: Frauen mögen gerne mal meinen Rosenduft – ein Mann wollte diesen Duft bisher noch nicht ;-)

Massierst Du lieber Frauen oder Männer?

Das ist auch eine interessante Frage. Eigentlich massiere ich Beide gerne. Aber ganz ehrlich, so ein Frauenkörper ist schon etwas schönes und massiert sich teilweise angenehmer. Pauschalisieren kann ich das allerdings nicht.

Hast Du bei der Massage lieber Ruhe oder ein Gespräch?

Das ist komplett unterschiedlich und hängt von meiner Stimmung ab. Manchmal liebe ich es, wenn einfach nur Ruhe ist und man der Meditationsmusik lauschen und sich voll auf die Massage konzentrieren kann. Aber wenn sich interessante Gespräche ergeben, ist das natürlich auch immer wieder spannend.

massage-muenchen-interview_MassageGibt es etwas spezielles, das Dich bei einer Massage nervt?

Nerven ist übertrieben. Aber mir ist es besonders wichtig, dass meine Kunden bei der Massage entspannen. Gerade bei Menschen, die einen sehr stressigen Beruf haben, viel Verantwortung und/oder schlecht loslassen können, kommt es immer wieder vor, dass sie innerlich auch bei der Massage nicht loslassen oder richtig entspannen können. Das äußert sich z.B. darin, dass sie mir den Arm entgegenstrecken, wenn ich den Arm hochheben will, oder auch Kopf und Beine. Da denke ich dann manchmal „Entspann Dich doch mal“ ;-) Prinzipiell sollten die Kunden so wenig „mithelfen“ wie möglich. D.h. vom Gefühl her sollten sie sich verhalten, als wenn sie schlafen würden, das ist mir persönlich am angenehmsten. Es ist wirklich interessant, wie viele auch gar nichts mit der Aussage „lass mal ganz locker“ anfangen können. Viele denken, sie lassen locker, sind aber total angespannt. Echt unglaublich, mit welchem Stresspegel so viele Menschen tagtäglich herumlaufen, dass sie nicht einmal mehr komplett abschalten können.

Gehst Du selbst eigentlich auch zur Massage?

Aber klar! Ich finde es super wichtig, dass Masseure auch selbst regelmäßig zur Massage gehen. Zum einen, um sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wie schön es ist, eine Massage zu bekommen und damit auch nicht zu vergessen, was man wundervolles jeden Tag seinen Kunden mitgibt. Außerdem sind natürlich auch Masseure immer wieder verspannt. Da tut so eine Massage einfach gut. Und dann finde ich es natürlich auch noch super, seine ganzen Kollegen/innen kennenzulernen, sich ein kleines Netzwerk aufzubauen, zu schauen, wer massiert wie. Man kann sich immer etwas abschauen und voneinander lernen und profitieren. Zusammenhalt finde ich hier sehr wichtig. Deshalb sage ich hier auch bewusst „Kollegen“ und nicht „Konkurrenz“.

Wenn Du mit Deinen Kunden Termine ausmachst, ist es Dir dann lieber, dass sie ein paar Minuten früher da sind?

Am besten ist es immer, wenn meine Kunden genau zur ausgemachten Uhrzeit da sind (plus minus 5min). Da ich keinen Aufenthaltsraum/Vorraum habe, ist es nicht so gut, wenn Kunden allzu früh dran sind. Eine Kundin war tatsächlich mal 25min vor der ausgemachten Zeit bei mir. Das war in diesem speziellen Fall zum Glück kein Problem, da der letzte Kunde bereits gegangen und alles wieder frisch hergerichtet war. In der Regel versuche ich 15min plus minus einzuplanen, da es immer einmal passieren kann, dass ein Kunde zu spät kommt (und ich dann nicht sagen will, dass diese Zeit aber dann von der Massage abgezogen wird – schon schlimm genug, wenn das in den Wellnessceentern passiert) oder auch zu früh, oder dass ein Kunde vielleicht doch ein paar Minuten länger massiert werden möchte. Da ich aber natürlich auch schauen muss, trotz stressfreier Zone effektiv meine Termine zu planen, ist es natürlich ungünstig, wenn Jemand mehr als 15min früher kommt, da es einfach sein kann, dass dann noch nicht wieder alles bereit steht. Das möchte ich natürlich gerne vermeiden.

Massierst Du hauptberuflich oder machst Du auch noch etwas anderes?

Ja, ich massiere hauptberuflich. Nach 2 Jahren sind die Massagen jedoch zum Selbstläufer geworden und ich war auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Deshalb habe ich mich schließlich dazu entschieden, noch etwas anderes in mein Angebot mit aufzunehmen. Da ich mich schon lange mit dem Thema Gesundheit und Ernährung intensiv auseinandersetze, biete ich seit Januar 2018 zusätzlich präventive Körpervitalanalysen an. Hier kann man innerhalb ca. 90 Sekunden den gesamten Körperzustand erkennen. Es werden Werte wie Vitamine, Mineralstoffe, Schwermetalle, Organe, Blutkreislauf etc. anschaulich dargestellt. An meinem eigenen Körper konnte ich feststellen, wie sich aufgrund von Ernährungsumstellung, hochwertiger und gezielter Nahrungsergänzung und anderen therapeutischen Maßnahmen der Gesundheitszustand massiv beeinflussen lässt. Dies motiviert mich sehr, diese Erfahrung auch mit meinen Kunden zu teilen und ihnen bei diversen Problemen weiterzuhelfen.

Außerdem werde ich im Winter 2018 noch ein weiteres Projekt starten. Darüber werde ich aber jetzt noch nichts verraten ;-)

Wie bist Du zu den Körpervitalanalysen gekommen?

Nun, ich bin einer von ganz vielen Fällen, die mit klassischen Müdigkeitserscheinungen und Schlappheit zum Arzt gegangen sind. Was macht der Arzt? Er nimmt Blut ab und sagt Dir: „Es ist alles in Ordnung, sie sind gesund.“ Dass jedoch absolut nichts in Ordnung war, habe ich tief in mir gespürt. Also bin ich auf die Suche gegangen nach Alternativen. Ich finde es sehr schade, dass die westliche Medizin in vielen Dingen sehr engstirnig denkt. Ich sehe lieber den Menschen als Ganzes. Klar hat die westliche Medizin bis zu einem gewissen Bereich ihre Berechtigung, mir konnte sie jedoch nicht weiterhelfen. Und je mehr ich mit den Menschen darüber spreche, desto öfter merke ich, dass ich absolut kein Einzelfall bin. Mit den Körpervitalanalysen kann man sich viel Zeit und viele Nerven und noch mehr Ärztebesuche sparen. Außerdem möchte ich Menschen zurück in die Selbstverantwortung ihres eigenen Körpers gegenüber bringen.

Kein Arzt dieser Welt kann Dich heilen. Was Dich heilt ist Dein Körper. Damit er Dich heilen kann, musst Du aber sorgsam mit ihm umgehen und auf ihn hören. Wie eine Pflanze braucht er einen nährstoffreichen Boden, starke Wurzeln, gesundes Wasser und viel Sonnenlicht. Wenn Du nach ein paar Wochen im Urlaub nach Hause zurückkommst und deine Pflanze lässt die Blätter hängen, was tust Du dann? Nun, du wirst sie gießen, in die Sonne stellen und ihr vielleicht noch etwas Dünger geben. Wenn Du ihr die Erde wegnimmst oder ihr die Wurzeln abschneidest, wird sie definitiv eingehen. Letzteres ist aber leider oft der Ansatz der westlichen Medizin. Es ist reine Symptombehandlung und beseitigt nie die Ursache.

Ich möchte Menschen dazu einladen, ihren Körper wieder zu spüren und die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, anstatt mit einer Schmerztablette die Symptome so lange zu unterdrücken, bis etwas ernsthaftes auftaucht.

Noch mehr Fragen?

Falls Du noch mehr interessante Fragen an mich hast, kannst Du mir diese gerne per Mail oder Kontaktformular oder WhatsApp stellen, oder mich einfach bei Deinem nächsten Termin bei mir fragen. Ich freue mich auf Dich!


Hier gibt es noch mehr Infos über mich.
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